Paukordnung

  • Der Umgang mit Blankwaffen ist potentiell gefährlich. Daher sollten nur besonnene Menschen mit gründlicher und kompetenter Ausbildungs Disziplinen an Waffen erlernen. Hierzu sind nachfolgende Regeln zu beachten, die der Sicherheit aller Fechter dienen.g
  • Schwerter werden nur mit der Absicht gezogen, um sie zu benützen oder pflegend zu reinigen. Jeder spielerisch-leichtfertige Umgang ist untersagt und entspricht nicht ritterlicher Ethik. Jede Übung versteht sich als technische Vorbereitung einer Kampfhandlung oder dient ihrem Erlernen.
  • Persönliche Gegenstände im Eigentum eines Fechters, werden ohne dessen ausdrückliche Genehmigung niemals berührt. Dies gilt im Besonderen für scharfe Schwerter, die zu Schnittproben eingesetzt werden.
  • Im Paukboden sind nur Übungsschwerter und Fechtfedern zugelassen. Oder waffen die vom Fechtmeister zugelassen sind. Die Benutzung der jeweiligen Waffe wird ausnahmslos vom Fechtmeister angewiesen.
  • Anweisungen des Fechtmeisters ist ohne Ausnahme Folge zu leisten. Bewusste Verstöße enden erstmalig mit einem umgehenden Verweis vom Paukboden. Weitere Verstöße legen Überlegung zur grundsätzlichen Eignung nahe.
  • Wer mit einem Schwert, ohne unmittelbaren Zwang eines Angriffs für Leib und Leben, einen unbewaffneten Dritten aus Unfug oder vermeintlichem Spaß bedroht, wird ohne Verzug aus den Freifechtercorps Esslingen ausgeschlossen.
  • Schwerter sind keine Werkzeuge, sondern Waffen. Sie sind entsprechend pfleglich zu behandeln. Verschmutzte oder beschädigte Waffen dürfen im Paukboden nicht geführt werden. Dies gilt ebenso für ungepflegte oder beschädigte Kleidung beim Fechten, sofern sie nicht während der Mensur beschädigt wurde.
  • Die vorgeschriebene Kleidung zum Fechten besteht aus langer schwarzer Sporthose, mit einem schwarzen T-Shirt mit einem stick des Freifechtercops Zeichen und Hallenschuhen. Diese haben in ordentlichem Zustand und immer gereinigt zu sein. Schutzausrüstung, so Fechtmaske, Handschuhe, Fechtjacke, sind im Freikampf zwingend notwendig. Zudem ist es empfehlens werde Stulpen einen Hinterkopfschutz zu Tragen.
  • Es ist eine selbstverständliche Wertschätzung gegenüber allen Mit Fechtern, daß jeder zum Beginn der Mensur pünktlich erscheint. Ein Verspäten ohne wichtigen Grund hat eine Nichtzulassung zur betreffenden Mensur zur Folge, um begonnene Übungen der anderen Fechter nicht zu stören. Das Eintreffen in der Sporthalle wird daher 15 Minuten vor dem Mensur beginn erwartet. Eventuelle Ausnahmen von diesen Regelungen gewährt allein der Fechtmeister.
  • Fechten bedeutet nicht Fuchteln, sondern eine hohe Kunstfertigkeit im Umgang mit einer eleganten Waffe; stets mit dem Ziel, diese eines Tages meisterhaft zu führen. Dasselbe Streben spiegelt sich auch im höflichen und zurückhaltenden Umgang mit allen anderen Kommilitonen und besonders dem Fechtmeister wieder. Lärmen und buhlen ist ungehörig und entspricht nicht der Selbstachtung eines ernsthaft übenden Freifechters.
  • Fechter sollen Menschen mit ausgeprägtem Ehrgefühl neben sportlicher Fairness sein. Sie bezeugen sich gegenseitige Achtung und Respekt indem sie vor der Mensur und zum Abschied einander den Fechtergruß entbieten. So wie zu Beginn und Ende des Trainings.
  • Die monatlichen Beiträge sind pünktlich zum Monatsbeginn/ Quartal zu entrichten, da durch die angemietete Nutzung eines Paukbodens dem ritterlichen Orden auch geregelte Verbindlichkeiten entstehen. Die Gesamtkosten für Wochenendseminare werden bei erfolgter Anmeldung fällig, da nur so die Verpflichtung eines Fechtmeisters möglich wird. Rücktritte sind nur bis acht Wochen vor Seminarbeginn möglich.
  • Jeder Mitfechter hat diese Paukordnung zur Kenntnis genommen und mit seiner Unterschrift die uneingeschränkte Kenntnis ihres Inhaltes bestätigt. Damit wird selbstverständlich auch eine Einwilligung unterstellt. Grobe oder fortlaufende Verstöße können im Sinne aller nicht toleriert werden.
  • Der Jahresbeitrag beträgt 160- €.