Das lange Schwert

Der Begriff Langschwert ist ein zeitgenössischer Ausdruck. Er steht für eine Waffe, die von der Kavallerie des 13.ten Jahrhunderts zusätzlich am Sattel hängend mitgeführt wurde. Wie der Begriff verdeutlicht, war es ein deutlich längeres Schwert als das einhändige Schwert. Die militärische Nutzungsdauer des Langschwertes umfasst eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, das angehende 14. bis etwa zur Mitte des 16. Jahrhundert, in welcher es Anderthalbhänder genannt wurde. Es setzte sich im 14.ten Jahrhundert auch als Nahkampfwaffe der Infanterie durch.

Freifechter nutzen heute einen ca. 1,40 –1,70 m langen Schwerttyp als Übungswaffe. Dabei entfallen auf den Griff etwa 30 cm. dies gewährt das spezifische Handling. Ihr Gewicht liegt zwischen 1,1-1,8 kg und ist es sollte eine nahezu perfekt ausbalancierte Waffe sein. Mit diesen Schwertern wird ohne Schild auf Hieb und Parade gefochten, was an die Qualität der Klingen und das Können des Fechters erhebliche Anforderungen stellt.

Die Spitzen der Übungsklingen müssen abgerundet sein und die stumpf-gerundete Schlagkante, mit einer Mindestklingenstärke von 2mm, Schnittverletzungen ausschließen. Ungeachtet dessen sollten im Freikampf neben Kopf- und Halsschutz, unterarmlange gepolsterte Handschuhe getragen werden. Ohne Schutzausrüstung kann ein realitätsnaher Freikampf mit dem langen Schwert lebensgefährlich sein!